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Beleuchtungsstärke

Die Beleuchtungsstärke E gibt an, wie viel Lichtstrom pro Quadratmeter auf einer Fläche ankommt – gemessen in Lux (lx). Sie ist die zentrale Planungsgröße in allen europäischen Beleuchtungsnormen und entscheidet, ob ein Arbeitsplatz normgerecht beleuchtet ist.

 

Definition & Erklärung

Die Beleuchtungsstärke beschreibt den auf eine Fläche auftreffenden Lichtstrom pro Flächeneinheit. Anders als die Leuchtdichte ist sie unabhängig davon, wie reflektierend die beleuchtete Fläche ist – sie beschreibt allein, wie viel Licht ankommt, nicht wie hell die Fläche für das Auge wirkt.

In der Praxis unterscheidet man zwischen der zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme gemessenen Beleuchtungsstärke und der normativ relevanten Wartungsbeleuchtungsstärke Em – dem Mindestwert, der über die gesamte geplante Nutzungsdauer trotz Lampenalterung und Verschmutzung nicht unterschritten werden darf. Alle Richtwerte in DIN EN 12464-1, DIN EN 12464-2 und DIN EN 12193 beziehen sich auf Em, nicht auf den Anfangswert.

Da die Beleuchtungsstärke mit zunehmendem Abstand von der Lichtquelle quadratisch abnimmt (Abstandsquadratgesetz), wirken sich Montagehöhe und Leuchtenanordnung direkt auf den erreichbaren Lux-Wert aus – zwei baugleiche Leuchten in unterschiedlicher Höhe erzeugen völlig unterschiedliche Beleuchtungsstärken auf derselben Nutzebene.

 

Nicht zu verwechseln mit

Lichtstrom (Lumen) – beschreibt die gesamte von der Quelle abgestrahlte Lichtmenge, unabhängig davon, wo sie ankommt. Beleuchtungsstärke beschreibt dagegen, wie viel davon auf einer konkreten Fläche ankommt.

Leuchtdichte (cd/m²) – beschreibt, wie hell eine Fläche für das Auge erscheint (abhängig vom Reflexionsgrad). Zwei Flächen mit gleicher Beleuchtungsstärke können völlig unterschiedliche Leuchtdichten haben, wenn eine schwarz und die andere weiß ist.

 

Rechenbeispiel

Ein Büroraum ist 5 m × 4 m groß (20 m² Nutzfläche). Die installierten Leuchten liefern zusammen einen Systemlichtstrom von 12.000 lm, der gleichmäßig auf die Nutzebene trifft.

E = Φ ÷ A = 12.000 lm ÷ 20 m² = 600 lx

Damit läge die installierte Beleuchtungsstärke über dem geforderten Em von 500 lx für Büroarbeit – der Puffer deckt die spätere Alterung von Lampen und Verschmutzung (Wartungsfaktor) ab.

 

 

FAQ zur Beleuchtungsstärke

 

Was ist ein guter Lux-Wert für ein Büro?
DIN EN 12464-1 fordert für allgemeine Büroarbeit mindestens 500 Lux auf der Nutzebene, für CAD-Arbeitsplätze werden häufig 750 Lux angesetzt.
Wie wird die Beleuchtungsstärke gemessen?
Mit einem Luxmeter auf der Nutzebene (bei Büros meist 0,75 m über dem Boden). Für Normprüfungen wird ein Raster aus mehreren Messpunkten gebildet und gemittelt.
Was ist der Unterschied zwischen Beleuchtungsstärke und Lichtstrom?
Lichtstrom (Lumen) ist die gesamte abgestrahlte Lichtmenge einer Quelle. Beleuchtungsstärke (Lux) beschreibt, wie viel davon auf einer bestimmten Fläche ankommt – abhängig von Abstand, Abstrahlwinkel und Raumgeometrie.
Warum sinkt die Beleuchtungsstärke mit der Zeit?
Lampenalterung und Verschmutzung von Leuchten und Raumflächen senken den nutzbaren Lichtstrom über die Betriebsdauer. Deshalb wird die Wartungsbeleuchtungsstärke Em als dauerhaft einzuhaltender Mindestwert angesetzt.
Wie hängen Lux und Lumen zusammen?
1 Lux entspricht 1 Lumen pro Quadratmeter beleuchteter Fläche (1 lx = 1 lm/m²). Derselbe Lichtstrom ergibt auf einer kleinen Fläche eine höhere Beleuchtungsstärke als auf einer großen.

 

Relevante Normen

  • DIN EN 12464-1 – Beleuchtung von Arbeitsstätten in Innenräumen
  • DIN EN 12464-2 – Beleuchtung von Arbeitsstätten im Freien
  • DIN EN 12193 – Sportstättenbeleuchtung

 

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