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Flimmerfreiheit

 

Flimmerfreiheit bedeutet, dass eine Leuchte ihr Licht ohne wahrnehmbare oder messbare Schwankungen (Flicker) abgibt. Sie ist ein wichtiges Qualitätsmerkmal, das über den reinen Lichtstrom hinausgeht.
Flimmern entsteht meist durch unzureichend gefilterte Wechselstromversorgung im Treiber oder Vorschaltgerät und kann selbst dann auftreten, wenn es für das menschliche Auge nicht bewusst wahrnehmbar ist (sogenanntes unsichtbares Flimmern). Es kann Kopfschmerzen, Konzentrationsstörungen und bei Kameraaufnahmen sichtbare Streifen (Bandingeffekt) verursachen. Hochwertige LED-Systeme mit hochfrequenten, gut gefilterten Treibern sind praktisch flimmerfrei, während ältere Vorschaltgeräte an Leuchtstoffröhren oder Halogen-Metalldampflampen deutlich anfälliger sind. In der EU gibt die Ökodesign-Verordnung 2019/2020 seit 2021 Grenzwerte für Lichtquellen vor.

 

Anwendungsbereiche

  • Sporthallen mit Videoaufnahmen, Zeitlupenwiedergabe oder TV-Übertragung
  • Arbeitsplätze mit rotierenden oder sich schnell bewegenden Maschinenteilen (stroboskopischer Effekt)
  • Büro- und Bildschirmarbeitsplätze zur Vermeidung von Ermüdung und Kopfschmerzen
  • Produktionsbereiche mit hohen Anforderungen an visuelle Konzentration

 

Vorteile

  • Reduziert Kopfschmerzen, Augenermüdung und Konzentrationsverlust
  • Vermeidet gefährliche stroboskopische Effekte an rotierenden Maschinenteilen
  • Ermöglicht störungsfreie Foto- und Videoaufnahmen in Sportstätten
  • Grundvoraussetzung für störungsfreie TV- und Zeitlupenaufnahmen

 

Worauf Sie achten sollten

  • Sichtbares Flimmern und unsichtbares (aber messbares) Flimmern können beide gesundheitliche Auswirkungen haben
  • Nicht jede LED-Leuchte ist automatisch flimmerfrei – die Qualität des Treibers entscheidet
  • Dimmbare Systeme benötigen besonders sorgfältig abgestimmte Treiber, um über den gesamten Dimmbereich flimmerfrei zu bleiben

 

FAQ

F: Warum ist Flimmerfreiheit bei Sportstätten so wichtig?

A: Weil Kameras Flimmern selbst dann aufzeichnen können, wenn es für das menschliche Auge nicht sichtbar ist – besonders bei Zeitlupenaufnahmen entstehen sonst störende Streifen im Bild.

F: Wie erkennt man flimmerfreie LED-Leuchten?

A: An den Kennwerten PstLM (sichtbares Flimmern) und SVM (stroboskopischer Effekt) im Datenblatt. Die EU-Ökodesign-Verordnung 2019/2020 schreibt für Lichtquellen PstLM ≤ 1,0 und seit September 2024 SVM ≤ 0,4 vor. Für Sporthallen mit Videoaufnahmen bieten die strengeren Empfehlungen der IEEE 1789 zusätzliche Orientierung.

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