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Blendung

 

Blendung entsteht, wenn zu viel oder falsch gerichtetes Licht die Anpassungsfähigkeit des Auges überfordert. Man unterscheidet physiologische Blendung, bei der die Sehleistung tatsächlich sinkt, von psychologischer Blendung, dem subjektiv störenden Empfinden, das über den UGR-Wert gemessen wird.

Blendung kann direkt durch zu helle, ungeeignet positionierte Lichtquellen entstehen (Direktblendung) oder indirekt durch Reflexionen auf glänzenden Oberflächen, Bildschirmen oder Fahrbahnen (Reflexblendung). In Produktionshallen erhöht Blendung das Unfallrisiko, in Sporthallen beeinträchtigt sie Spieler und – bei TV-Übertragungen – auch Kameras. Blendarme LED-Leuchten mit geeigneter Optik, korrekter Montagehöhe und passendem Abstrahlwinkel sind deshalb fester Bestandteil jeder normkonformen Lichtplanung.

 

Anwendungsbereiche

  • Vermeidung von Direktblendung an Bildschirm- und Präzisionsarbeitsplätzen
  • Vermeidung von Reflexblendung auf glänzenden Böden oder Maschinenoberflächen
  • Blendfreie Auslegung von Flutlichtanlagen in Sichtachse von Zuschauern oder Anrainern
  • Prüfung bestehender Anlagen bei Mitarbeiterbeschwerden über unangenehmes Licht

 

Vorteile

  • Weniger Ermüdung und höhere Konzentrationsfähigkeit der Mitarbeitenden
  • Reduziertes Unfallrisiko in sicherheitskritischen Arbeitsbereichen
  • Bessere Bildqualität bei Kameraaufnahmen in Sportstätten
  • Höhere Akzeptanz einer neuen Beleuchtungsanlage durch Nutzer und Belegschaft

 

Worauf Sie achten sollten

  • Blendung lässt sich nicht allein durch weniger Licht vermeiden – entscheidend sind Optik, Anordnung und Montagehöhe
  • Reflexblendung wird bei der Planung häufig übersehen, obwohl sie ebenso störend wirken kann wie Direktblendung
  • Nachträgliche Umbauten (neue Regale, andere Bodenbeläge) können bestehende Blendberechnungen ungültig machen

 

FAQ

F: Was ist der Unterschied zwischen Direkt- und Reflexblendung?

A: Direktblendung entsteht durch den unmittelbaren Blick in eine zu helle Lichtquelle, Reflexblendung durch Spiegelungen des Lichts auf glänzenden Oberflächen wie Böden oder Bildschirmen.

F: Kann zu wenig Licht ebenfalls zu Problemen führen?

A: Ja – zu wenig Licht führt zu Ermüdung und erhöhtem Unfallrisiko, ist aber ein anderes Problem als Blendung und wird über die Beleuchtungsstärke in Lux, nicht über den UGR-Wert, geregelt.

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