Viele Betriebe zögern bei der LED-Umrüstung. Zu teuer, zu aufwendig, zu viel Risiko. Das hören wir fast in jedem Erstgespräch. Dabei lässt sich mit fünf Fragen in zehn Minuten einschätzen, ob sich eine Umrüstung lohnt – oder nicht.

Kurz gesagt: Eine LED-Umrüstung lohnt sich fast immer, wenn die Beleuchtung älter als zehn Jahre ist, viele Stunden am Tag brennt und nicht normgerecht geplant wurde. Typisch sind 50–70 % weniger Strom und eine Amortisation in zwei bis drei Jahren. Mit Leasing ist der Cashflow ab dem ersten Monat positiv. Stillstand ist nicht nötig – die Umrüstung läuft im laufenden Betrieb.

Frage 1: Wie alt ist Ihre aktuelle Beleuchtung?

Ab etwa zehn Jahren Betriebszeit rechnet sich der Wechsel fast immer. Leuchtstoffröhren, HQL- und HQI-Strahler oder Natriumdampflampen verlieren über die Jahre deutlich an Lichtstrom, brauchen aber weiter die volle Leistung. Dazu kommen Vorschaltgeräte, die selbst Strom verbrauchen, und laufende Kosten für Ersatzleuchtmittel.

Auch ältere LED-Anlagen sind kein Selbstläufer. Zwischen 2013 und 2017 lag die übliche Lichtausbeute bei 90–110 lm/W. Heute sind 150–180 lm/W normal. Wer damals umgerüstet hat, hat richtig entschieden – kann heute aber noch einmal deutlich sparen.

Frage 2: Wie viele Stunden pro Tag brennt das Licht?

Die Betriebsstunden sind der größte Hebel in der Rechnung. Jede Stunde Brenndauer multipliziert die Ersparnis. Im Zwei- oder Dreischichtbetrieb, mit 16 oder mehr Stunden Licht am Tag, ist Beleuchtung ein großer Stromkostenblock. In Produktions-, Lager- und Logistikbetrieben macht sie je nach Schichtmodell oft 20 bis 50 % der Stromrechnung aus.

Faustregel: Je länger das Licht brennt, desto schneller amortisiert sich die neue Anlage.

Frage 3: Wie hoch ist Ihre Halle – und wie wird sie genutzt?

Hallenhöhe, Maschinen, Regale, Arbeitsbereiche und die Anforderungen der DIN EN 12464-1 bestimmen, wie viel Licht wo gebraucht wird. Eine Montagefläche braucht mehr Lux als ein Verkehrsweg, ein Hochregallager andere Optiken als eine offene Fertigungshalle.

Zu wenig Licht kostet Fehler und Unfälle. Zu viel kostet Strom. Beides lässt sich planen. Deshalb steht bei uns vor jedem Angebot eine Lichtplanung. Oft zeigt sich dabei: Mit modernen Leuchten und passenden Linsen werden weniger Lichtpunkte gebraucht als vorher – bei mehr Licht an den richtigen Stellen.

Frage 4: Wie wollen Sie finanzieren?

Seit dem 21. Juli 2026 gibt es keinen BAFA-Zuschuss mehr für eine reine Beleuchtungsmodernisierung. Förderfähig ist Beleuchtung nur noch als Teil einer Gesamtsanierung zum Effizienzgebäude. Details dazu in unserem Beitrag zur Förderung für LED-Beleuchtung 2026.

Für die meisten Betriebe ist deshalb eine andere Frage entscheidend: Kaufen oder leasen? Beim Leasing über unseren Partner MMV Leasing lag die monatliche Rate in unseren Projekten bei etwa der Hälfte der monatlichen Stromeinsparung. Das heißt: positiver Cashflow ab Tag 1, ohne Eigenkapital.

Frage 5: Kann Ihr Betrieb einen Stillstand leisten?

Die Antwort ist fast immer: Nein. Muss er auch nicht. Wir planen jede Umrüstung im laufenden Betrieb:

  • Etappenweise: hallenweise oder nach klar abgegrenzten Bereichen, abgestimmt mit Produktions- oder Lagerleitung.
  • Vorhandene Systeme nutzen: Bestehende Lichtbandträger bleiben oft erhalten. Mit unserem Lichtbandmodul LUMOline dauert der Tausch in der Regel weniger als eine Minute pro Lichtpunkt.
  • Festes Montageteam: Unser Elektrikerpartner kennt Produkte und Abläufe. Das spart Abstimmung und reduziert Fehler.

Bei einem Automobilzulieferer haben wir so den kompletten Betrieb – Hallen, Büros, Verkehrswege, Parkplatz, Laderampe – in rund zwei Wochen umgerüstet. Ohne einen Tag Produktionsausfall.

Praxisbeispiel: Amortisation in unter vier Monaten

Die häufigste Schätzung, die wir zur Amortisation hören: „Irgendwas zwischen fünf und zehn Jahren.“ Die Realität sieht oft anders aus.

Dressel + Höfner Automotive GmbH, Kunststoff-Spritzguss, Teil der WELP Group:

  • Hauptwerk Neustadt: rund 220.000 kWh und 46.200 € weniger Stromkosten pro Jahr. Amortisation: 2,5 bis 3 Jahre.
  • Versand und Montagewerk: jeweils rund 20.000 kWh und über 4.000 € weniger pro Jahr. Amortisation: jeweils unter vier Monate.

Und das bei deutlich besserem Lichtniveau. Das Argument „dauert zu lang“ zieht nicht mehr, wenn man die Zahlen kennt.

Ihr 10-Minuten-Check

Wenn Sie bei mindestens drei der folgenden Punkte „Ja“ sagen, lohnt sich eine genaue Berechnung:

  • Die Beleuchtung ist älter als zehn Jahre oder eine LED-Anlage von vor 2017.
  • Das Licht brennt mehr als zehn Stunden am Tag.
  • Es gibt Bereiche, in denen Mitarbeiter über zu wenig Licht klagen.
  • Defekte Leuchten werden regelmäßig getauscht, oft mit Hubsteiger.
  • Niemand weiß genau, ob die DIN-Werte noch eingehalten werden.

Häufige Fragen

Wie schnell amortisiert sich eine LED-Umrüstung?

Häufig in zwei bis drei Jahren, bei hohen Betriebsstunden auch deutlich schneller. Beim Kunststoff-Spritzgießer Dressel + Höfner lag die Amortisation im Hauptwerk bei 2,5 bis 3 Jahren, im Versand und Montagewerk bei unter vier Monaten.

Ab welchem Alter lohnt sich der Austausch der Beleuchtung?

Ab etwa zehn Jahren Betriebszeit rechnet sich der Wechsel fast immer. Das gilt für Leuchtstoffröhren, HQL- und HQI-Strahler und Natriumdampflampen, aber auch für LED-Anlagen aus der Zeit vor 2017, die noch mit deutlich geringerer Lichtausbeute arbeiten.

Muss die Produktion für die Umrüstung stillstehen?

Nein. Die Umrüstung lässt sich bereichsweise und abgestimmt mit Produktions- oder Lagerleitung im laufenden Betrieb umsetzen. Bei Lichtbandsystemen dauert der Tausch mit dem LUMOline-Modul in der Regel weniger als eine Minute pro Lichtpunkt.

Wie viel Strom spart LED in der Halle?

Typisch sind 50 bis 70 Prozent gegenüber Leuchtstoffröhren, HQL oder Natriumdampf. In Einzelprojekten mit sehr alten Anlagen und neuer Lichtplanung wurden auch über 70 Prozent erreicht.

Über den Autor: Jan Reiners

LED-Beleuchtungsexperte und TÜV-zertifizierter Fachplaner bei der LEDoptix GmbH mit über 15 Jahren Erfahrung in Lichtplanung und LED-Umrüstung für Industrie, Logistik und Gewerbe. Jan Reiners auf LinkedIn

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Wir schauen uns Ihre Situation vor Ort an, messen nach und rechnen Ihnen Verbrauch, Einsparung und Amortisation konkret durch – herstellerneutral und unverbindlich.

Wo stehen Sie bei diesen fünf Fragen? Schreiben Sie uns an kundenservice@ledoptix.de oder rufen Sie an unter 089 63 89 301-00.

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